Mitarbeitergesundheit — Strategien, Maßnahmen, Förderung.
Gesunde Mitarbeitende fehlen seltener, bleiben länger im Unternehmen und arbeiten konzentrierter. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) sorgt dafür planvoll: mit Strukturen, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten, die Gesundheit zum festen Bestandteil des Arbeitsalltags machen.
Der Einstieg scheitert oft an der Unübersichtlichkeit. BGM, BGF und Arbeitsschutz werden vermischt, dabei unterscheiden sie sich in Pflicht, Förderung und Reichweite. Genau da beginnt jede sinnvolle Planung.
Der Staat fördert den Einstieg: Bis zu 600 Euro pro Mitarbeitendem und Jahr bleiben für zertifizierte Gesundheitsangebote steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 3 Nr. 34 EStG).

Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz: Maßnahmen, Beispiele & Steuervorteile
Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz umfasst alle freiwilligen Maßnahmen, mit denen ein Arbeitgeber die körperliche und psychische Gesundheit seiner Belegschaft stärkt, von ergonomischen Arbeitsplätzen über Bewegungsangebote bis zur Stressprävention. Der Anlass ist konkret: Laut DAK-Krankenstands-Analyse 2025 fehlte jede beschäftigte Person in Deutschland im Schnitt 19,5 Tage krankheitsbedingt, und die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen stiegen um 6,9 Prozent. Wer hier gezielt investiert, senkt Fehlzeiten, bindet Fachkräfte und kann pro Mitarbeitendem bis zu 600 Euro im Jahr steuer- und sozialabgabenfrei aufwenden. Dieser Artikel zeigt die fünf wirksamsten Maßnahmen, ihre rechtlichen Rahmenbedingungen und den Steuervorteil im Detail.
Fehlzeiten reduzieren: Ursachen verstehen und wirksame Maßnahmen ergreifen
Der Krankenstand in Deutschland liegt 2025 bei 5,4 Prozent. Im Schnitt fehlt jede beschäftigte Person rund 19,5 Tage im Jahr — ein Wert, der laut der DAK-Krankenstands-Analyse 2025 seit der Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsmeldung 2022 auf diesem hohen Niveau verharrt. Für Arbeitgeber heißt das: planbarer Ausfall, Vertretungskosten und zusätzliche Last für die verbleibenden Teams. Ein großer Teil dieser Fehltage ist beeinflussbar. Wer die Ursachen im eigenen Betrieb kennt und gezielt gegensteuert, senkt den Krankenstand spürbar. Dieser Beitrag erklärt die häufigsten Ursachen, zeigt die Berechnung von Krankenstand und Krankenquote und beschreibt sechs Maßnahmen für Arbeitgeber.
Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz: Warum Prävention der Schlüssel zum Erfolg ist
Die psychische Gesundheit von Mitarbeitenden gewinnt immer mehr an Bedeutung – und das aus gutem Grund. Stress, Überlastung und mentale Erschöpfung nehmen in der Arbeitswelt zu. Das kann nicht nur die Produktivität, sondern auch das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Doch es gibt gute Nachrichten: Unternehmen haben die Möglichkeit, aktiv vorzubeugen und eine Kultur der Achtsamkeit und Unterstützung zu schaffen. Im Gespräch mit Dr. Boris Bornemann von Balloon wird klar, warum Prävention der Schlüssel ist. Wir erklären dir, welche konkreten Maßnahmen du ergreifen kannst, um das mentale Wohlbefinden deines Teams nachhaltig zu fördern.
Betriebliches Gesundheitsmanagement: Beispiele aus der Praxis
Gesundheit ist ein hohes Gut – besonders am Arbeitsplatz. Ein starkes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) sorgt dafür, dass Mitarbeitende nicht nur leistungsfähig, sondern auch langfristig gesund und zufrieden bleiben. Doch wie schafft man es, eine Unternehmenskultur zu formen, in der Wohlbefinden und Produktivität Hand in Hand gehen?
BGM-Guide: Maßnahmen, Erfolgsfaktoren und Implementierung
Gesund, fit und motiviert arbeiten – das wünschen sich Arbeitgebende genauso wie Mitarbeitende. Tatsächlich lässt sich dafür einiges tun. Mit durchdachten BGM-Maßnahmen sind Angestellte motivierter, haben oft weniger Krankentage und können langfristig sogar Erkrankungen vorbeugen. Du möchtest ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) in deinem Unternehmen etablieren? In diesem Artikel erfährst du, welche Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung eines BGMs wichtig sind, welche Maßnahmen Erfolg versprechend sind und wie die Implementierung klappt. Für alle, die in ihrem Unternehmen etwas bewegen wollen, haben wir diesen kompakten BGM-Guide erstellt. Ich bin Hendrik Menger, Key-Account-Manager bei Epassi, und erkläre dir hier die Schritte, mit denen du ganz einfach ein effektives BGM im Unternehmen etablierst.
Zoom Fatigue im Unternehmen – Ursachen, Folgen und Prävention
Zoom Fatigue bezeichnet die Erschöpfung, die nach häufigen und langen Videokonferenzen auftritt. Typisch sind Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Gereiztheit. Der Kommunikationsforscher Jeremy Bailenson führt sie auf nonverbale Überlastung zurück.
Gesund im Homeoffice: Bewegungsmangel erkennen und gegensteuern
Im Büro sorgen Wege und soziale Kontakte für mehr Bewegung, das Homeoffice spart Pendelzeit. Wer diese Zeit bewusst für Bewegung nutzt, kann auch zu Hause gesund arbeiten.
Fürsorgepflicht des Arbeitgebers: psychische Gesundheit am Arbeitsplatz schützen
Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers umfasst auch die Psyche: rechtliche Grundlagen, Pflichten und Maßnahmen gegen psychische Belastung.
Ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM): Mit den richtigen Schritten zum Ziel
Ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) verbindet die drei Säulen Arbeitsschutz, betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) – und verankert Gesundheit darüber hinaus als zentralen Wert im Unternehmen. Es nimmt die Gesundheit der Mitarbeitenden in allen Facetten in den Blick: körperlich, psychisch und sozial, am Arbeitsplatz wie in der Freizeit. Dafür sprechen betriebswirtschaftliche Gründe ebenso wie die soziale und ethische Verantwortung des Arbeitgebers: Gesunde Mitarbeitende sind leistungsfähiger, seltener krank und bleiben länger im Unternehmen. Dieser Beitrag erklärt die Bestandteile eines ganzheitlichen BGM, zeigt, welche Ziele es verfolgt, und liefert eine 10-Punkte-Checkliste für die Umsetzung.
Was ist BGM und BGF?
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist der strategische Rahmen: Es verankert Gesundheit dauerhaft in den Strukturen und in der Führung deines Unternehmens. Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist ein Teil davon und meint die konkreten, freiwilligen Angebote wie Bewegungsprogramme, Ernährungskurse oder Stressprävention.
Dazu kommt der gesetzliche Arbeitsschutz, der für jeden Arbeitgeber verpflichtend ist. BGM und BGF sind dagegen freiwillig, werden aber steuerlich und durch die Krankenkassen gefördert. Wie weit deine Pflichten als Arbeitgeber tatsächlich reichen, liest du im Artikel zur Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.
Einen vollständigen Einstieg mit Zielen, Handlungsfeldern und Umsetzungsschritten bekommst du im BGM-Guide. Wie du Gesundheitsförderung konkret startest, zeigt der Beitrag zu den Maßnahmen zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz.
Typische Herausforderungen
Hohe Fehlzeiten sind das sichtbarste Warnsignal und zugleich der Punkt, an dem BGM den Nachweis antreten muss. Krankheitstage haben selten eine einzige Ursache. Wer sie senken will, braucht Daten zur Ausgangslage und Maßnahmen, die an den tatsächlichen Ursachen ansetzen — wie, das liest du im Artikel Fehlzeiten reduzieren.
Das Homeoffice hat eigene Belastungen geschaffen: Bewegungsmangel, fehlende Ergonomie am Küchentisch und verschwimmende Grenzen zwischen Arbeit und Feierabend. Gesundheitsangebote müssen Mitarbeitende deshalb auch zuhause erreichen, etwa über digitale Kurse und klare Pausenregeln. Konkrete Tipps gibt der Artikel Gesund im Homeoffice.
Psychische Gesundheit bleibt in vielen Unternehmen ein Tabuthema, obwohl psychische Erkrankungen zu den häufigsten Ursachen für lange Ausfallzeiten gehören. Führungskräfte brauchen Gesprächskompetenz und klare Anlaufstellen. Wie du beides aufbaust, zeigt der Artikel zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz.
FAQs zum Thema Mitarbeitergesundheit
BGM ist der dauerhafte Management-Rahmen, BGF sind die konkreten Maßnahmen darin. Ein Rückenkurs ist BGF; die Entscheidung, Gesundheit fest in Führung und Prozesse einzubauen, ist BGM.
Nein, BGM als Ganzes ist freiwillig. Verpflichtend sind der gesetzliche Arbeitsschutz und die Gefährdungsbeurteilung, die auch psychische Belastungen umfasst. Darüber hinaus setzt die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers Mindeststandards.
Am meisten bewirken Maßnahmen, die regelmäßig stattfinden und leicht zugänglich sind: Bewegungsangebote, ergonomische Arbeitsplätze, Stressprävention und gesundheitsorientierte Führung. Einmalige Aktionen wirken nur kurz. Konkrete Praxisfälle findest du im Artikel Betriebliches Gesundheitsmanagement: Beispiele aus der Praxis.
Starte mit einer Analyse: Fehlzeiten, Altersstruktur und eine Befragung der Mitarbeitenden. Danach folgen Zielsetzung, Maßnahmenplanung und Erfolgskontrolle, am besten mit einer festen verantwortlichen Person. Die Schritte im Detail beschreibt der BGM-Guide.
BGM senkt Fehlzeiten, wenn es an den echten Ursachen ansetzt, etwa Rückenbeschwerden durch langes Sitzen oder psychische Belastung. Der Effekt braucht meist mehrere Monate, hält dann aber an. Ursachen und Gegenmaßnahmen im Detail: Fehlzeiten reduzieren.
Drei Dinge wirken am stärksten: Angebote in die Arbeitszeit legen, Führungskräfte als Vorbilder gewinnen und die Mitarbeitenden bei der Auswahl beteiligen. Pflichtveranstaltungen erzeugen Widerstand. Warum die Quote oft niedrig bleibt, analysiert der Artikel zur BGM-Teilnahmequote.









