Steuerfreie Zuschüsse vom Arbeitgebenden – welche Benefits lohnen sich 2026 überhaupt noch?
Spoiler: Ja, Mitarbeiterbenefits lohnen sich nach wie vor – sowohl für dein Team als auch für dein Unternehmen. Doch die Zeiten, in denen Arbeitgebende einfach wahllos Gutscheine verteilt haben, sind vorbei. Heute kommt es auf eine clevere Nettolohnoptimierung an. Das Ziel: Steuerfreie Spielräume voll ausschöpfen und dem Team gleichzeitig etwas Gutes tun. Vom Jobticket über die betriebliche Altersvorsorge bis hin zum betrieblichen Gesundheitsmanagement: Richtig eingesetzt, sind Benefits die intelligentere und steuersparende Alternative zur klassischen Gehaltserhöhung.
Aber welche Kosten kommen dabei konkret auf dein Unternehmen und deine Beschäftigten zu? Wir zeigen dir, welche Dinge du beachten musst, damit sich die Benefits für beide Seiten maximal lohnen.

Inhaltsverzeichnis
- Der große Vorteil von Mitarbeiterbenefits: Sie steigern die Mitarbeiterzufriedenheit und stärken das Employer Branding
- Kosten von Zusatzleistungen: Diese Kosten entstehen direkt und indirekt für dein Unternehmen
- Benefits vs. Gehaltserhöhung: Die Kosten für Zusatzleistungen sind geringer als eine Gehaltserhöhung
- Steuerfreie Zuschüsse des Arbeitgebenden: Diese Zusatzleistungen sind steuerfrei, wenn du innerhalb der Freigrenze bleibst
- Kosten-Nutzen-Analyse: Wäge ab, welche Zusatzleistungen für dein Unternehmen am sinnvollsten sind
- Arbeitgeberzuschuss zum Fitnessstudio: Firmenfitness im Vergleich zu anderen Benefits
- Welche weiteren Benefits fragen Arbeitnehmende nach?
- Fazit
- Häufig gestellte Fragen rund um Zusatzleistungen und ihre Kosten
Der große Vorteil von Mitarbeiterbenefits: Sie steigern die Mitarbeiterzufriedenheit und stärken das Employer Branding
Laut einer vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov in Auftrag gegebenen Umfrage erhalten 86 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden von ihren Arbeitgebenden Angebote für Benefits – Tendenz steigend.
Gibt es in deinem Unternehmen auch schon welche? Falls nicht, dann zögere nicht, sie einzuführen.
„Dass Mitarbeiterbenefits im Trend liegen, bekommen wir auch gespiegelt, wenn wir auf HR-Messen in ganz Deutschland unterwegs sind: Immer mehr Unternehmen möchten Mitarbeitervorteile anbieten oder ihr Portfolio erweitern.“
Tobias Sulz, Vertriebsleitung Norddeutschland bei Epassi
Benefits sind eine Win-win-Situation für Arbeitgebende und Arbeitnehmende. Denn sie fördern das Employer Branding. Dadurch sind Unternehmen automatisch attraktiver für Bewerbende. Gleichzeitig wachsen das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden durch die zusätzlichen Vorteile.
Kosten von Zusatzleistungen: Diese Kosten entstehen direkt und indirekt für dein Unternehmen
Mitarbeitervorteile können sich für dein Unternehmen und deine Beschäftigten also richtig lohnen. Da es mittlerweile viele verschiedene Mitarbeiterbenefits gibt, die jeweils eigene Bedingungen und Kostenrahmen haben, kannst du dich an unserer Übersicht orientieren:
| Direkte Kosten | Indirekte Kosten |
|---|---|
| Anschaffungskosten: Es können Anschaffungskosten entstehen, wenn du bei einem neuen Benefit zum ersten Mal einsteigst oder es sich um eine einmalige Anschaffung handelt. Zum Beispiel um einen Billardtisch für den Pausenraum. |
Verwaltungskosten: Abwicklung und Pflege der Benefits verursachen Verwaltungskosten. |
| Laufende Kosten: Wenn du dich für Mitarbeiterrabatte oder Abos entscheidest, entstehen durch diese regelmäßigen Ausgaben laufende Kosten. Wie zum Beispiel bei einem Jobticket oder einem Fitness-Abo. | Überschreitung der Freigenze: Wenn dein Unternehmen mit den Zusatzleistungen über der Sachbezug-Freigrenze von 50 Euro liegt, können Steuerbelastungen auf dich zukommen. |
| Implementierungskosten: Benefits, die du technisch in Arbeitsabläufe integrierst oder mit Schulungen für deine Teammitglieder verbindest, verursachen Implementierungskosten. Zum Beispiel bestimmte Apps oder Programme. | Zeitaufwand: Es kann sein, dass deine Mitarbeitenden Zeit brauchen, um sich mit den Benefits vertraut zu machen. Zum Beispiel beim Fahrrad- oder Autoleasing. Dadurch entsteht Zeitaufwand, der nicht arbeitsbezogen ist. |
Benefits vs. Gehaltserhöhung: Die Kosten für Zusatzleistungen sind geringer als eine Gehaltserhöhung
Es ist nicht immer möglich, deinen Beschäftigten mehr Gehalt zu zahlen. Zudem muss dein Unternehmen mehr investieren, damit das Lohnplus für deine Angestellten auch netto spürbar ist. Deshalb lohnt sich eine geringe Gehaltserhöhung für Beschäftigte oft nicht.
Mit Benefits kannst du ihnen dennoch einen Zuschuss zum Lohn bieten. Für deine Beschäftigten ist das eine gute Lösung: Sie können durch Benefits unterm Strich mehr Netto haben als bei einer Gehaltserhöhung, die versteuert wird. Außerdem profitieren alle Mitarbeitenden gleichermaßen davon.
So funktionieren steuerfreie Sachbezüge
Ein Sachbezug oder geldwerter Vorteil ist eine Art Zusatzleistung deines Unternehmens. Arbeitgebende zahlen ihn nicht in Form von Geld an die Mitarbeitenden aus, sondern durch Sachleistungen wie
- Tankgutscheine,
- Einkaufskarten oder
- Firmenfitness
Steuerfreie Zuschüsse des Arbeitgebenden: Diese Zusatzleistungen sind steuerfrei, wenn du innerhalb der Freigrenze bleibst
Vielleicht überlegst du gerade, ob du Mitarbeiterbenefits einführen oder dein bestehendes Angebot für deine Belegschaft erweitern möchtest. Eine einfache Lösung ist folgende: Bleibe mit deinen Benefits innerhalb der steuerlichen Sachbezugsgrenze von 50 Euro pro Person und Monat. Beachte dabei, dass die Kosten von mehreren Benefits insgesamt nicht über dieser Schwelle liegen dürfen. In der Auswahl bist du ansonsten frei.
Wenn dein Unternehmen Sachleistungen (also z. B. Gutscheine, Tankkarten oder andere Vorteile) an Beschäftigte ausgibt, spart es bei den Sozialabgaben. Das liegt daran, dass Sachleistungen nicht zum Gehalt zählen. Außerdem kann dein Unternehmen die Kosten für diese Leistungen als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen. So hast du gleich zwei Vorteile: weniger Abgaben und steuerliche Entlastung.
Mehr Kosten für Benefits fallen an, wenn du oberhalb der Freigrenze liegst
Wenn die Benefits für deine Mitarbeitenden mehr als 50 Euro pro Person im Monat betragen, wird dieser geldwerte Vorteil steuer- und sozialversicherungspflichtig. Dann gelten diese Kosten durch das Einkommensteuergesetz als Einnahmen. Das trifft beispielsweise auf Dienstwagen zu. Diese Einnahmen erhöhen das Bruttogehalt und unterliegen der Steuerpflicht. Dadurch entstehen für dich als arbeitgebende Person höhere Lohnsteuer- und Sozialversicherungsausgaben.
Kosten-Nutzen-Analyse: Wäge ab, welche Zusatzleistungen für dein Unternehmen am sinnvollsten sind
Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Mitarbeiterbenefits. Daraus die passenden für dein Unternehmen und dein Team auszuwählen ist nicht ganz einfach. Und wahllos einen oder mehrere Benefits per Gießkannenprinzip anzubieten, ist nicht sinnvoll. Du möchtest schließlich, dass möglichst viele deiner Beschäftigten davon profitieren und sie nutzen. Wäge deshalb am besten folgende Punkte ab:
- Die Unternehmensgröße: Wie groß ist dein Unternehmen? Was kann es finanziell stemmen? Reicht das Budget nur für wenige Benefits oder sind ein paar mehr drin? Bleibst du damit unter der 50-Euro-Freigrenze?
- Die Kostenstruktur: Wie sehen die Kosten für den jeweiligen Benefit aus? Informiere dich über die verschiedenen Preismodelle der einzelnen Angebote.
- Die Interessen deiner Mitarbeitenden: Hast du ein homogenes Team und ihr könnt euch gut auf einen oder mehrere Benefits einigen? Oder driften die Interessen zu weit auseinander? Was wäre dann ein guter Kompromiss für die meisten?
Tipp: Du kannst auch eine Vorauswahl an Benefits treffen und deine Beschäftigten befragen, welche davon sie sich wünschen. Mitarbeitende schätzen es sehr, Teil der Unternehmensprozesse zu sein. Dadurch steigerst du gleichzeitig ihre Zufriedenheit.
Arbeitgeberzuschuss zum Fitnessstudio: Firmenfitness im Vergleich zu anderen Benefits
Es kann dir passieren, dass du mit einzelnen Maßnahmen nicht so viel erreichst wie gewünscht. Im Gegensatz dazu sorgt ein umfassendes Betriebliches Gesundheitsmanagement für deutlich mehr zufriedene Mitarbeitende.
Eine Studie von Deloitte hat deutsche Unternehmen 2024 nach den wichtigsten Gründen für das Angebot von Sport- und Gesundheitsinitiativen befragt. Dabei haben sie folgende Ergebnisse erzielt:
- Mitarbeiterzufriedenheit bzw. -wohlbefinden steigern (50 %)
- Fehl- und Krankheitstage senken (37 %)
- Psychische und physische Krankheiten reduzieren bzw. vorbeugen (36 %)
- Arbeitgeber-Image verbessern (33 %)
- Neue Mitarbeitende bzw. Fachkräfte gewinnen (27 %)
- Performance der Mitarbeitenden anregen (22 %)
- Position im Wettbewerb verbessern (22 %)
- Mitarbeiterfluktuation reduzieren (20 %)
- Kein bestimmter Grund (1 %)
„Eine zweistellige Teilnahmequote im Unternehmen zeigt, dass Menschen Firmenfitness sehr gut annehmen und viel nutzen. Während der Wert bei anderen Benefits oft nur einstellig ist.“
Tobias Sulz, Vertriebsleitung Norddeutschland bei Epassi
5 Vorteile von Firmenfitness für dein Unternehmen
Bei einer Mitgliedschaft mit Epassi Sports sind Sport- und Wellbeingangebote, Präventions- sowie Onlinekurse integriert. Ob live vor Ort im Studio oder ortsungebunden und digital – deine Mitarbeitenden können sich und ihrer Gesundheit auf vielfältige Weise etwas Gutes tun.
Das hat viele Vorteile für dein Unternehmen:
- Effektives Employer Branding: Firmenfitness macht dein Unternehmen attraktiver auf dem Arbeitsmarkt.
- Weniger Krankenfehltage: Mitarbeitende, die sich fit halten, sind seltener krank. Das sorgt für eine Kostenersparnis von bis zu 35 Prozent jährlich.
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Geringere Fluktuation: Zufriedene Mitarbeitende bleiben länger im Unternehmen. Das spart Zeit und Geld.
-
Schnellere Stellenbesetzung: Durch die geringere Fluktuation und das attraktive Firmenfitness-Angebot sinken die Vakanzkosten und du kannst offene Stellen schneller besetzen.
- Verbessertes Betriebsklima: Gemeinsame Sportevents stärken den Teamzusammenhalt und sorgen für ein positives Arbeitsumfeld.
Welche weiteren Benefits fragen Arbeitnehmende nach?
Neben Firmenfitness gibt es eine ganze Reihe weiterer attraktiver Benefits, die Arbeitgebende ihren Teams anbieten können. Wie wäre es dazu mit einer kleinen Umfrage in deiner Belegschaft?
„Einige Benefits lassen sich sogar ohne zusätzliche Kosten einrichten – etwa flexible Arbeitszeiten oder ein hundefreundliches Büro.“
Tobias Sulz, Vertriebsleitung Norddeutschland bei Epassi
Wer die Wünsche aus der Belegschaft kennt und ernst nimmt, hat hier einen wirksamen Hebel für mehr Mitarbeiterzufriedenheit. Benefits aus dem Bereich Coaching und Weiterbildungsmaßnahmen können z. B. direkte Vorteile sowohl für Angestellte als auch für Unternehmen haben. Denn in der Regel freuen sich Mitarbeitende über Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Dadurch gewinnen sie zusätzliche Motivation. Mit einem Satz: Es lohnt sich, als Firma alle Möglichkeiten für Mitarbeiterbenefits und die damit verbundenen Kosten und Vorteile regelmäßig zu checken.
Wichtig zu wissen: Die grundsätzlichen Kosten für ausgewählte Benefits bleiben auch erhalten, wenn die Lohnnebenkosten wegfallen. Bei der Auswahl sollten Unternehmen also Folgendes bedenken:
- Benefits sind im Einzelfall mit einem organisatorischen Aufwand verbunden. Gutscheine etwa musst du an alle Mitarbeitenden einzeln ausgeben.
- Kosten entstehen außerdem oft auch dann, wenn die Benefits gar nicht genutzt werden. Du solltest daher darauf achten, dass du auf Dauer kein Geld für ungenutzte Benefits ausgibst.
Fazit
Du siehst, steuerfreie Zuschüsse zahlen sich im wahrsten Sinne des Wortes aus und sind echte Vorteile für dein Team. Sie wirken sich zudem positiv auf dein Unternehmen aus und sorgen für zufriedene Beschäftigte. Wir hoffen, dass es dir mit unserem kleinen Leitfaden jetzt leichter fällt, Benefits bei dir zu implementieren oder die Auswahl innerhalb deines Kostenrahmens zu erweitern.
Disclaimer: Die hier aufgeführten Informationen ersetzen keine individuelle Steuerberatung. Steuerliche Sachverhalte solltest du am besten immer mit dem jeweils zuständigen Steuerberater oder dem Finanzamt abstimmen.


